Klinik-Nachrichten vom 06.06.2016

Vom 13.04.-16.04.2016 fand der erste  “Workshop for Laparoscopic Hernia Repair” in der Winghofer Klinik statt, an dem zwei Kollegen aus Moskau teilnahmen (s. Bild). Insgesamt wurden 10 Hernienoperationen demonstriert, Training am Trockenmodell durchgeführt sowie zahlreiche Vorträge gehalten. Im Nebenprogramm wurde die Hohenzollern Burg, Kloster Bebenhausen und das Mercedes-Benz Museum in Stuttgart besucht. Begeistert traten die Kollegen die Heimreise an.

Vom 11.05.-20.05.2016 folgte Prof. Bittner einer Einladung zum Jahreskongress des „Chinese College of Surgeons“ nach Beijing. Prof. Bittner demonstrierte während des Kongresses eine laparoskopische Leistenbruchoperation und hielt ein Übersichtsreferat zur minimal invasiven Chirurgie. Im Anschluss an den Kongress trainierte Prof. Bittner 10 junge chinesische Chirurgen an vier Tagen im Operationssaal, am Hernienmodell sowie mit zahlreichen Vorträgen und Videos. Außerdem wurde er gebeten, vor allem zu lehren, wie Forschung zu organisieren ist. In der Chao-Yang Klinik, in der Prof. Bittner tätig war, werden täglich etwa 20 Bruchoperationen sehr routiniert durchgeführt, etwa 30% in der minimal invasiven Technik. Das Problem ist jedoch die wissenschaftliche Aufarbeitung, hier besteht noch ein Nachholbedarf.

Präzision Fingerspitzengefühl und jede Menge Erfahrung braucht es bei dieser neuen Operationsmethode

Aus seinen Beobachtungen gewann Prof. Bittner allerdings die Überzeugung, dass diese Lücke bald geschlossen sein wird. Ein großes Problem ist jedoch immer noch die Sprachbarriere, wenngleich erkannt ist, dass Englisch eine zentrale Rolle spielt und unbedingt gelernt werden muss. So wurde auch eine ganze Sitzung während des Kongresses, die Prof. Bittner moderieren musste, vollständig  in English gehalten. Nach Verleihung des Titels „Visiting Professor“ durch den Präsidenten der Universitätsklinik und nach einer weiteren Demo- Operation (Übertragung Internet und nach Chengdu)  flog Prof. Bittner (3 Std.) mit einigen Teammitgliedern  nach Chengdu, wo ein Treffen der Deutsch-Chinesischen Technologie Kooperation stattfand. Auch hier hielt Prof. Bittner ein Übersichtsreferat. Insgesamt war Prof. Bittner täglich von 8:30 Uhr bis 18:00 Uhr eingespannt, sodass zur Entspannung lediglich am letzten Tag der Besuch einer Panda-Farm in Chengdu möglich war (s.Bild).

Pandabären

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